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Samstag, 18. Juli 2020

Eseleien

Ein Gedanke
Esel aus Urnäsch
Foto © Jörg Niederer
"Was ich brauchte, war etwas Billiges, Kleines und Zähes mit einem unerschütterlichen und friedlichen Gemüt. Nur ein Esel konnte diese Anforderungen erfüllen." (Robert Louis Stevenson)

Ein Bibelvers - Jesaja 1,3a
"Noch immer hat ein Ochse seinen Besitzer gekannt und ein Esel den Futtertrog seines Herrn..."

Eine Anregung
"Sturer Esel", "dummer Esel", diese dumpfen und banalen Beschimpfungen werden vielleicht den Menschen, nicht aber den Eseln gerecht. Ursprünglich in schwierigem Gelände der Berge zuhause, rennt der Esel nicht panisch davon, sondern bleibt stehen und überlegen zuerst einmal. Dumm ist das nicht, im Gegenteil.
In manchen Gegenden werden Esel als Wächter der Schafherden gegen Wölfe eingesetzt. Mit Geschrei, Bissen und Huftritten verteidigen sie sich mutig und entschlossen gegen die Raubtiere. 
(https://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/article138104403)
Franz von Assisi nannte seinen (störrischen) Körper "Bruder Esel", und thematisierte so auf relativ freundliche Weise die damit verbundene und ihn belastende Sexualität. Auch in der Bibel wird der Esel mit der Lust in Verbindung gebracht (Ezechiel 23,20).
Jesus wählte einst bei seinem Einzug in Jerusalem den Esel als Reittier (Markus 11,1-11); also kein Streitross oder Kamel, kein Reittier der Mächtigen. Der Esel steht für das sanfte Tier, das sich nicht zum Krieg eignet. Er war damals so etwas wie der Volkswagen, bedeutete Mobilität für die einfache Frau, den einfachen Mann.
Dann wurde der Esel aufgrund von Aussagen in Jesaja 1,3 auch zu einem Teil der nachbiblischen Weihnachtsgeschichte.
Und schlussendlich gibt es noch dieses römische Graffiti (125 n.Chr.) von einem Mann, der vor einem gekreuzigten Esel kniet. Darunter steht: "Alexamenos betet seinen Gott an"
(https://en.wikipedia.org/wiki/File:Alexamenos_trazo.png)
Nun aber genug der Eseleien. Jetzt lese ich weiter im Robert Louis Stevensons Bericht von der "Reise mit dem Esel durch die Cévennen".

Was ist in deinem Leben am Wichtigsten? Wie sind bei dir die Prioritäten gesetzt?
Auch bei Jesus gab es Wichtigeres und weniger Wichtiges. Darüber denken wir nach anhand einer Bibelstelle aus Markus 1,33-39.
Wo? Am Sonntag, entweder um 10.15 Uhr an der Kapellenstrasse 6 in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen. Oder dann ab 10.30 Uhr per Livestream unter https://youtu.be/aoXPeF4DDQY

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