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Mittwoch, 19. Mai 2021

Zoom-Anlass über eine spezielle Pilgerreise nach London

Ein Gedanke

Katzenskulptur an der Themse in London
Foto © Jörg Niederer
"In Dartford fällt mir ein Busstopp namens 'Pilgrims Way' an der gleichnamigen Strasse auf. Ich bin also voll und ganz auf dem richtigen Weg." Aus meinem Buch 

Ein Bibelvers - Römer 15,23b+24

Paulus: "Seit vielen Jahren ist es mein sehnlicher Wunsch, zu euch zu kommen. Das könnte ich tun, wenn ich nach Spanien reise. Ich hoffe also, euch auf der Durchreise zu treffen. Und ich erwarte auch, bei euch für die Weiterreise ausgerüstet zu werden. Aber vorher möchte ich gerne eine Weile die Gemeinschaft mit euch genießen."

Eine Anregung

Seit mehr als einem Jahr musste ich mehrere meiner Lesungen und Vorträge über meine Fussreise von Frauenfeld (Schweiz) nach London absagen. So auch zwei Anläufe in Freiburg in Breisgau. Dort konnte ich damals auf der Wanderung einen Gottesdienst besuchte und bei einer netten Dame in der 8. Etage eines Hochhauses übernachten.

Nun findet morgen dieser Anlass statt, allerdings nicht vor Ort, sondern per Zoom. Natürlich hätte ich mich gefreut, die Reisebekanntschaften im wirklichen Leben wieder zu treffen. Doch Zoom hat auch Vorteile. So ist es möglich, von überall her daran teilzunehmen.

Alle, die sich für eine solche Pilgerreise, es ging zum Grab des Gründers der methodistischen Bewegung, zum anglikanischen Pfarrer John Wesley (1703-1791), interessieren, oder auch einfach hören möchten, wie eine Weitwanderung durch vier europäische Länder ablaufen kann, sind herzlich eingeladen, sich einzuloggen. Am Donnerstag, 20.05.2021 um 19.30 Uhr geht es via Link auf der folgenden Webseite los: https://www.atlas.emk.de/emk-freiburg/aktuell/ 

Zu sehen sind viele Bilder von der zweimonatigen Wanderung, dazu lese ich Auszüge aus meinem Buch und erzähle von Begegnungen und Erfahrungen. Natürlich beantworte ich auch Fragen.

Wer weiss, vielleicht sehen wir uns morgen per Zoom.

Jörg Niederer ist Mitglied im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika

Donnerstag, 24. September 2020

Skandalöser Schuldenerlass

Ein Gedanke

Abendmahl in der Wesley Chapel in London
Foto © Jörg Niederer
"Der Schwache kann nicht verzeihen. Verzeihen ist eine Eigenschaft des Starken." Mahatma Gandhi

Ein Bibelvers - Matthäus 18,23-27

"Darum ist es mit dem Himmelreich wie mit einem König, der mit seinen Knechten abrechnen wollte. Als er abzurechnen begann, wurde einer vor ihn gebracht, der ihm zehntausend Talent (34'000 kg Gold) schuldig war. Weil er sie nicht zurückzahlen konnte, befahl der Herr, ihn mit Frau und Kind und seiner ganzen Habe zu verkaufen und so die Schuld zu begleichen. Da warf sich der Knecht vor ihm auf die Knie und flehte: Hab Geduld mit mir, und ich werde dir alles zurückzahlen! Da hatte der Herr Mitleid mit jenem Knecht und liess ihn gehen, und die Schuld erliess er ihm."

Eine Anregung

Mein Pfarrkollege Christian Hagen stellt in seinem Blog die Frage: "Kann Gott alles vergeben?" Unter anderem beantwortet er diese Frage mit der Feststellung, dass "Gottes Vergebungsbereitschaft skandalös" sei. Am Beispiel des nationalsozialistischen Generalgouverneurs von Polen, Hans Frank, unter dessen Herrschaft Millionen von Juden starben, und der sich später zu Christus bekehrt haben soll, fragt er, ob es nicht auch für Gott ein Zuviel an Schuld gäbe, so dass er sie nicht mehr vergeben könne. Hier seine persönliche und gut durchdachte Antwort: https://daskoenigreichgottes.com/2020/09/22/kann-gott-alles-vergeben/

Am kommenden Sonntag wird die Predigt zum Erntedankfest in der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen wieder auf Youtube direktübertragen. Ab 10.30 Uhr beginnt es unter https://youtu.be/KLfggdkdH3A


Jörg Niederer ist Mitglied  im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika

Montag, 6. Juli 2020

Die Ausgesetztheit stiller Orte und Momente

Ein Gedanke
Gipfel des Feldbergs im Schwarzwald
"Liebe Wanderer, Naturfreunde,
Sie befinden sich an der höchsten Stelle Baden-Württembergs.
Hier stand um die Jahrhundertwende das Gasthaus Zum Feldbergturm. Seit 1937 steht der Feldberg unter Naturschutz." 
(Inschrift auf dem Gipfel des Feldbergs)

Ein Bibelvers - Klagelieder 3,22+23
"Es sind die Gnadenerweise des HERRN, dass es nicht ganz und gar zu Ende ist mit uns, denn sein Erbarmen hat sich nicht erschöpft. An jedem Morgen ist es neu. Deine Treue ist gross!"
Oder in Worten des Liederdichters Johannes Zwick: "All Morgen ist ganz frisch und neu des Herren Gnad und große Treu; sie hat kein End den langen Tag, drauf jeder sich verlassen mag."

Eine Anregung
Der Feldberg im Schwarzwald gleicht einer Hochfläche. Als ich heute vor drei Jahren mutterseelenallein morgens um 07:30 Uhr 1493 m.ü.M. auf dem geologisch höchsten Punkt meiner Reise zu Fuss von Frauenfeld nach London stand, war das trotzdem ein richtiges Gipfelerlebnis. Die Ausgesetztheit bestand nicht in schwindelerregenden Abgründen, sondern in der Stille und Frische des sonnigen Morgens an einem sonst stark frequentierten Ort. Gefährliche kann es dennoch werden: "Hauptgefahren im Feldberggebiet sind Wetterstürze..."
Morgenfrische: Stehe doch wieder einmal vor der Morgendämmerung auf, spaziere an einen schönen Ort und geniessen die Frische und Ruhe des anbrechenden Tages!
Hier lässt sich der Feldberg aus der Ferne erkunden: https://www.liftverbund-feldberg.de/Webcams-Wetter
Und hier gibt es jede Menge weiterer Informationen: https://de.wikipedia.org/wiki/Feldberg_(Berg_im_Schwarzwald)
Wer sich für meine Reise zu Fuss von Frauenfeld nach London interessiert, findet hier https://sway.office.com/TTXOxSL4TFZwS0aW und hier http://wanderwerk.ch/programm/niederer/frauenfeld_london/frauenfeld_london.htm mehr.


Mittwoch, 10. Mai 2017

1090 Kilometer pilgern für Flüchtlingen

Jörg Niederer aus der Schweiz wird bald nach London pilgernNoch 50 Tage, und ich werde mich von Frauenfeld (Schweiz) aus zu Fuss auf den Weg nach London (England) machen. Ziel dieser Pilger- und Sponsoringreise ist das Grab von John Wesley. Ohne den anglikanischen Geistlichen des 18. Jahrhundert wäre ich wohl heute nicht Pfarrer der Evangelisch-methodistischen Kirche. Seine Reformbestrebungen in der Kirche von England haben zu einer Vielzahl methodistischer Kirchen geführt, zu denen sich in 133 Ländern 80 Millionen Menschen zählen.
Einer davon bin ich. Besonders fasziniert hat mich an Wesley immer, dass er von Anfang an die Menschen nicht nur anpredigte, sondern ihnen half, so gut es ging. Seine soziale Ader und sein integratives Verständnis von Kirche halte ich heute für besonders wichtig.
Ich darf Pilgern. Andere müssen Reisen, sind auf der Flucht vor Krieg und Elend. Für sie will ich Schritt für Schritt den Weg durch die vier europäischen Länder Schweiz, Deutschland, Frankreich und England gehen. Pro 50'000 Schritte auf diesem Weg kann man eine finanzielle Zusage machen zugunsten der Migrationsarbeit von Connexio in den Herkunfts- Transit- und Ankunftsländern der Migrantinnen und Migranten.
Wenn ich England erreiche, dann werde ich 30 bis 40 mal 50'000 Schritte zurückgelegt haben. Aus jedem versprochenen Franken sind dann 30 bis 40 Franken geworden. Die Chance besteht, dass am 1. Juli – am Tag meines Aufbruchs – jeder Schritt einem Rappen entspricht für die Flüchtlinge und Heimatlosen.
Während der Reise berichte ich regelmässig über das Erlebte unter https://docs.com/user887611/1613/pilgern-zu-wesley oder in meinem Facebookprofil https://www.facebook.com/joerg.niederer. Und Spendenzusagen kann man mit einer E-Mail an joerg.niederer@emk-schweiz.ch machen. Mehr dazu unter https://docs.com/user887611/9073/20170102-sponsoring-pilgern-zu-wesley-du.
Herzlichen Dank euch allen, die ihr bereit seid, Menschen auf der Flucht zu unterstützen.