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Samstag, 29. Mai 2021

Vielseitig und Überraschend - Portrait von Methodistenpfarrer Stefan Moll

Ein Gedanke

Stefan Moll bei Aufnahmen von Musig24.tv
Foto © Jörg Niederer
"Zuletzt hatte er im Regionalanzeiger Limmatwelle eine Kolumne geschrieben, in der er «Gott» als 'G*tt' schrieb, als Allusion auf das Gendersternchen, das in der Debatte um geschlechtergerechte Sprache immer wieder für Aufruhr sorgt." Robin Adrien Schwarz im Beitrag über Methodistenpfarrer Stefan Moll

Ein Bibelvers - Matthäus 5,38+39

Jesus: "Ihr wisst, dass gesagt worden ist: 'Auge für Auge und Zahn für Zahn!'. Ich sage euch aber: Wehrt euch nicht gegen Menschen, die euch etwas Böses antun! Sondern wenn dich jemand auf die rechte Backe schlägt, dann halte ihm auch deine andere Backe hin!"

Eine Anregung

Robin Adrian Schwarz, Redaktor bei der Regionalzeitung Limmatwelle, interessiert sich für Philosophie, Literatur, Journalismus, Musik und Digitales. In diesen Tagen ist er bei einem "Artverwandten" gelandet. Stefan Moll, Pfarrer der Evangelisch-methodistischen Kirche, Radioprediger, Schlagerpfarrer, Literaturjunkie und immer gut für überraschende Gedanken, wurde von Robin Adrian Schwarz in einem Beitrag portraitiert. Herausgekommen ist ein überaus lesenswertes Portrait, fern von Klischees und Banalitäten. Also die ideale Samstagslektüre: https://robinadrienschwarz.medium.com/mit-formeln-brechen-die-nicht-mehr-zeitgem%C3%A4ss-sind-ffdd978bc140

Nun ist der Beitrag über den Methodistenpfarrer Stefan Moll im Blog des Journalisten eingerahmt vom Beiträgen zum Oltner Schreiberling Pedro Lenz und dem Frauenfelder Schriftsteller Usama Al Shahmani. Allein das ist schon fast ein Ritterschlag. 

Jörg Niederer ist Mitglied im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika

Mittwoch, 27. Januar 2021

Der Glaube der Andern

Ein Gedanke

Observatorium Greenwich
Foto © Jörg Niederer
Cora Seaborne zu Pfarrer William Ransome: "Ich habe die Heilige Schrift konsultiert, wie Sie es immer empfehlen, und ich stelle fest (vgl. Matthäus 18, Vers 15-22), dass Sie mir, bevor Sie mich endgültig verstossen, 489 weitere Vergehen nachsehen müssen." (in Sarah Perry: Die Schlange von Essex, München 2019, S. 266)

Ein Bibelvers - Matthäus 18,21-22 (BasisBibel)

"Da wandte sich Petrus an Jesus und fragte ihn: 'Herr, wenn mein Bruder oder meine Schwester mir Unrecht tut, wie oft soll ich ihnen vergeben? Bis zu siebenmal?' Jesus antwortete: 'Nicht nur siebenmal! Ich sage dir: Bis zu siebenundsiebzigmal!'" (Gelegentlich wird auch "sieben mal siebzigmal" übersetzt.)

Eine Anregung

Mich fasziniert es, wie die Religion in Romanen verarbeitet wird, und wie Glaubenshaltungen verschiedener Protagonistinnen und Protagonisten einander gegenüber gestellt werden. Im Werk "Die Schlange von Essex" von Sarah Perry gibt es den versehrten Bettler Thomas Taylor, der einen ziemlich überraschenden Satz von sich gibt: "Wissen Sie, ich bin ziemlich religiös und habe keinen Sinn für das Übernatürliche." Im ersten Moment scheint das eine widersinnige Aussage zu sein. Doch in der Konsequenz sagt der Bettler, dass Religiosität etwas Natürliches ist. Eine Haltung, die ich teile.

Anders äussert sich Cora Seaborne, und beschwört (auf poetische Weise) den Widerspruch von Naturwissenschaft und Glauben herauf: "Früher einmal war ich gläubig, ich besass jenen Glauben, mit dem vielleicht jeder Mensch geboren wird. Aber ich habe gesehen, wohin der führen kann, und da habe ich ihn eingetauscht. Zu glauben ist doch eine Form von Blindheit, als hätte man beschlossen, verrückt zu werden oder sich allem zu verschliessen, was neu und wunderbar ist. Unter dem Mikroskop gibt es so viele Wunder zu entdecken wie im Gesangbuch!" (Sarah Perry: Die Schlange von Essex, München 2019, S. 156 + 260).

Ganz anders hat sich Harald Lesch, Astrophysiker, TV-Moderator und Autor geäussert. Das christliche Medienmagazin "Pro" titelte: "Harald Lesch: 'Hatte nie eine Sekunde lang ein Problem, Physiker und Christ zu sein'". Der ganze Artikel kann hier gelesen werden: 

Jörg Niederer ist Mitglied  im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika

Mittwoch, 10. Juni 2020

Bücher als Waffe

Ein Gedanke
Graffiti im Raum für Literatur St. Gallen
Anschrift im "Raum für Literatur" St. Gallen: "Das war noch ein Gehäuse, das für lange Jahre gebaut worden war. Wenn man das Ding einem auf den Kopf haute, war er hin. Eine Schreibmaschine war eine Waffe." (Jörg Fauser, 1984) 
Jörg Fauser begann für die Frankfurter Neue Presse zu schreiben, als ich gerade das Licht der Welt erblickte. Er hörte nicht auf damit, bis er am 17. Juli 1987, früh morgens auf der A94 bei Feldkirchen DE nach der Feier zu seinem 43. Geburtstag zu Fuss versuchte, die Fahrbahn zu überqueren und dabei von einem Lkw erfasst wurde.
Interpretierte Lesebeispiele von Jörg Fauser findet man z.B. hier: https://literaturkritik.de/fauser-ich-habe-grosse-staedte-gesehen,26189.html

Ein Bibelvers - Daniel 5,4-6
"Sie (Belschazzar und die tausend Grossen des Persischen Reichs) tranken den Wein und priesen die goldenen und silbernen, bronzenen, eisernen, hölzernen und steinernen Götter. In diesem Augenblick erschienen Finger einer Menschenhand, und sie schrieben dem Leuchter gegenüber auf die getünchte Wand des Königspalasts, und der König sah den Rücken der Hand, die schrieb. Da erbleichte der König, und seine Gedanken erschreckten ihn, und seine Hüftgelenke wurden kraftlos, und seine Knie schlugen aneinander."

Eine Anregung
"Wenn man ein Buch gegen den Kopf klopft und es hohl kling, dann muss es nicht am Buch liegen." Schon gar nicht, wenn das Buch eine Bibel ist. 
Wie wäre es wenn du heute ein bisher noch nicht gelesenes Buch, das schon lange in deinem Besitz ist, zu lesen beginnst.