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Donnerstag, 25. März 2021

Es begann vor 160 Jahren...

Ein Gedanke

Frühere Kapelle der Methodisten in St. Gallen an der Kapellenstrasse
Foto © Archiv EMK St. Gallen
"Kolporteur: (1) veraltet für Hausierer in billigen Heften, Schriften und Bücher, besonders religiöser Art. (2) eine Person, die Gerüchte verbreitet ... (4) schweizerisch: Verteiler von Pentlerzeitungen" https://www.wortbedeutung.info/

Ein Bibelvers - 2. Korinther 2,15+16

"Denn wir sind für Gott wie ein wohlriechender Duft, der von Christus ausgeht. Er kommt zu denen, die gerettet werden. Und er dringt bis zu denen, die verloren gehen. Für die einen ist es der Geruch, der aus dem Tod kommt und zum Tod führt. Für die anderen ist es der Duft, der aus dem Leben kommt und zum Leben führt."

Eine Anregung

Heute jährt sich der Beginn der kirchlichen Arbeit der Bischöflichen Methodistenkirche in St. Gallen und der Ostschweiz zum hundertsechzigsten  Mal. zum 100. Jubiläum schrieb das damalige Gemeindeglied Bangerter am 25.03.1961:

"Am 24. Februar 1856 hielt Prediger Ernst Mann... in Lausanne die erste Predigt der [Bischöflichen] Methodistenkirche in deutscher Sprache...

Schon 5 Jahre später, am 25. März 1861, reiste Superintendent Dr. L. S. Jakoby mit dem jungen Prediger Baumann nach St. Gallen. Am folgenden Tag konnten sie im Haus des Kantonsschullehrers Prof. Bertsch an der Neugasse (heute [1961] Firma Grossenbacher) im 2. Stock zwei ineinandergehende Zimmer mieten. Prediger Baumann begann hier seine Missionsarbeit, vor allem auch als Buchhändler und Kolporteur. Bald sammelte er auch eine kleine Gemeinde, die sich regelmässig an der Neugasse zusammenfand. Das war der Ausgangspunkt für die Arbeit der Methodistenkirche nicht nur in Stadt und Kanton St. Gallen, sondern in der Ostschweiz überhaupt.

Bereits im Oktober aber kehrte Prediger Baumann in seine deutsche Heimat zurück... Prediger Ernst Mann, der 1859 die Arbeit der Kirche in Lausanne begonnen hatte, kam regelmässig nach St. Gallen. 1864 nahm Prediger Jak. Messmer in St. Gallen Wohnsitz...

Schon 1864 hatte Prediger Messmer in Speicherschwendi, Rehetobel, Trogen, Thal und St. Margrethen zu predigen begonnen. Es folgten Walzenhausen, Rorschach, Konstanz, Wattwil, Chur, Herisau, Wald, Rheineck, Igis, Diepoldsau, Andeer, Romanshorn, Heiden, Roggwil, Urnäsch, Teufen und andere mehr..." (Bangerter, 25.03.1961)

In den nächsten Tagen werde ich anlässlich dieses Jubiläums noch weitere Abschnitte aus der Jubiläumsschrift "100 Jahre Methodistenkirche in Stadt und Kanton St. Gallen" zitieren. Eine Geschichte, die auch verknüpft ist mit dem Kantonspital St. Gallen und und einer staatlichen Anerkennung der Methodistenkirche durch den Grossen Rat des Kantons St. Gallen.

Jörg Niederer ist Mitglied im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika

Dienstag, 16. Juni 2020

Geier zwischen Sturzflug und Aufwind

Ein Gedanke
Geier über Kreta
Auf dem Foto geht es um den kleinen Fleck am Himmel über den Bergen von Kreta. Ein Geier. Ob es ein Bartgeier ist, weiss ich nicht. In Obwalden wurden gerade wieder zwei davon ausgewildert. Sie stammen ursprünglich aus Spanien, und sollen zur Blutauffrischung unter den rund 100 in der Schweiz schon lebenden Tieren beitragen. Im St. Galler Tagblatt steht: "Es bleibt zu hoffen, dass sich die eingesessenen Zentralschweizer Bergvögel offen für die ausländischen Neuankömmlinge zeigen."

Ein Bibelvers - 2. Mose 19,3+4
"Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg her zu: So sollst du zum Haus Jakob sprechen und den Israeliten verkünden: Ihr habt selbst gesehen, was ich Ägypten getan und wie ich euch auf Geiersflügeln getragen und hierher zu mir gebracht habe." 
(Anmerkung: Da wo in den deutschsprachigen Bibeln üblicherweise von Adlern geschrieben steht, sind oft Geier gemeint. Ihr majestätischer Flug konnte zu einem Bild für Gott werden.)

Eine Anregung
Bartgeier waren bei uns einst als gefährliche Jäger verschrien. Dabei fressen die mit 2,9 Metern Flügelspannweite grössten Vögel der Schweiz nur Knochen von toten Tieren. Ein Beispiel dafür, dass Vorurteile und falsche Gerüchte töten können.
Heute will ich darum über zwei Fragen nachdenken: Wo bin ich voreingenommen, und mache andern mit meinen falschen Vorstellungen das Leben schwer? Und wie kann ich dazu beitragen, dass ein gutes Zusammenleben in Vielfalt möglich wird? 

Nebenbei: Die deutsche Band "Geier Sturzflug" hatte mit dem Song "Bruttosozialprodukt" 1983 einen Tophit: https://youtu.be/RUdyqJuJOAs