Gesamtzahl der Seitenaufrufe

Posts mit dem Label Würde werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Würde werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 1. Mai 2020

Arbeit und Würde

Ein Gedanke
Meringueproduktion in Valenciennes
Gute Arbeit soll gewürdigt werden. Und noch mehr zu würdigen ist eine gute Einstellung hinter einer guten Arbeit! 

Ein Bibelvers - 5. Mose 25,4
"Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt."

Eine Anregung
Gute Arbeit leistet auch Radio Lifechannel. Wie wäre es, wenn du dir einige Beiträge aus den Top 12 des Senders anhörst? Siehe https://lifechannel.ch/
Und dann sind unter den Lesenden dieses Newsletters auch das Radiomacher-Ehepaar vom Ustemer "Radio vo dihei". Hört doch auch einmal bei diesem Lokalsender vorbei: http://kanal8610.org/

Mittwoch, 1. Juli 2015

Palliative Care

Palliative Care - Wie ein leiser SonnenuntergangVon Ursula Brunner. Palliativ Care hat etwas mit mir persönlich und mit der Gesellschaft zu tun, da das Sterben unwiderruflich zum Leben gehört.
Vor längerer Zeit ist mir zu diesem Thema das Buch mit dem Titel: „Den letzten Mantel mache ich selbst“, über Möglichkeiten und Grenzen von Palliative Care begegnet. Geschrieben wurde es von den Autorinnen Susan Porchet-Munro, Verena Stolba und Eva Waldmann. Ich habe es mit viel Interesse gelesen und finde es auch heute noch topaktuell, auch wenn es vor zehn Jahren geschrieben wurde.
In der ganzen Diskussion rund um Freitod und Selbstbestimmungsrecht ist es den Autorinnen gelungen aufzuzeigen, dass es auch bei einer unheilbaren Krankheit eine umfassende Form der Begleitung (eben Palliative Care) gibt. Die Würde des Menschen, seine Autonomie und eine möglichst hohe Lebensqualität stehen dabei im Vordergrund.
So habe ich es als Berufsfrau erlebt und so wünsche ich es mir für meine betagten Eltern, für meine Familienmitglieder – oder ganz einfach gesagt für dich und mich. Ich wünsche mir für unsere Gesellschaft, dass es uns immer wieder oder wieder mehr gelingt, den Tod als zum Alltag gehörend zu betrachten und damit den Schwerkranken und den Leidenden einen Platz im Leben zu geben.
Erschienen in "Kirche und Welt", 7/2015
Ursula Brunner ist Mitglied im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika

Mittwoch, 5. Juni 2013

Ein-Wurf von Markus Da Rugna

Eben habe ich vier wertvolle Tage im Kloster erlebt und in Exerzitien eine tiefe Spiritualität kennen gelernt. Ich stehe noch in einer einsamen Ecke des Abfahrtsbahnhofs. Plötzlich steht eine jüngere Frau (zu) dicht neben mir. Sie spricht vehement und gezielt auf mich ein. Sie sucht Arbeit und Hilfe. Niemand wolle ihr helfen, schon gar nicht die offiziellen Ämter. Sie spricht ständig davon, was Gott von ihr wolle und was nicht. Letztlich möchte sie Geld von mir. Ich fühle mich überrumpelt, und nachdem sie merkt, dass da nichts zu holen ist, zieht sie fluchend von dannen. "Eine steile Rückkehr in den Alltag", geht es mir durch den Kopf. 
Mit dem Konferenzthema könnte man fragen: was wäre nun Würde für sie, und wie sieht sie für mich aus? Ich kann nur Vermutungen darüber anstellen, was diese Frau erlebt hat und warum sie so überfahrend ihr Recht einholen will. Ganz subjektiv wurde ihre Würde verletzt. Und nun stand auch ich mit genau diesem Gefühl da. 
Nach dieser Begegnung tauchte bei mir rasch der Gedanke auf, was mir da mein Gott zeigen möchte. 
Für mich wurde nochmals klar: zu einer lebendigen Spiritualität gehört die Herausforderung, auf die Menschen zu reagieren oder auf sie zuzugehen. Auch wenn das spontan nicht immer einfach ist. Kommt nicht da zum Ausdruck, was wir glauben? Ja, wer wir eigentlich sind?

Erschienen in "Kirche und Welt", 5/2013 - Markus Da Rugna ist Mitglied im 
Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich

Montag, 30. April 2012

Ein-Wurf von Heiner Studer

Als Christen sind wir verantwortlich gegenüber Gott und gleichzeitig für die Gemeinschaft, in die wir gestellt sind. Im Sinne der Bibel bedeutet Menschenwürde, dass jeder einzelne Mensch einen unendlich grossen Wert hat. Die Begründung der Menschenwürde liegt nicht in uns Menschen selber oder in unseren unterschiedlichen Fähigkeiten, sondern sie ist begründet in dem, was uns von Gott – unabhängig von Nationalität, Rasse, Geschlecht, Gesundheitszustand – gegeben wurde.
 
Theodor Schober, Pfarrer und langjähriger Präsident der Diakonie in Deutschland, drückte es so aus: "Ich bin ein Geschöpf Gottes, und zwar ein geratenes, kein missglücktes. Bei Gott gibt es keine Ausschussware. Gott hat jedes Menschenleben einmalig als Kunstwerk geschaffen". Gott ruft uns alle in die Nachfolge und daraus folgend in den Dienst. Deshalb gilt meine Priorität den Ärmsten dieser Welt. Alle Menschen sollten spüren dürfen, dass sie ernst genommen und geliebt sind. Alle sollten zudem Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, Bildung und was sonst zu den vordringlichen Bedürfnissen gehört, haben.



Erschienen in "Kirche und Welt", 3/2012
Heiner Studer ist Mitglied im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich