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Sonntag, 6. September 2020

Vom eigentlichen Wesen Gottes

Ein Gedanke
Auf dem Vorplatz zur Wallfahrtskirche Mariastein
Foto © Jörg Niederer
Wenn ich in einem Wettkampf der Erste und der Letzte bin, dann kann das nur eines bedeuten. Ich hatte keine Konkurrenz. Ich war der einzige Läufer.

Ein Bibelvers - Jesaja 44,6
"So spricht der Herr, der König Israels und sein Erlöser, der Herr der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und es gibt keinen Gott ausser mir."

Eine Anregung
Rabbi Lewi erinnerte daran, dass der erste Buchstabe des hebräischen Alphabets "Aleph" der mittlere "Mem" und der letzte "Taw" zusammen das hebräische Wort "Amat" (Treue) ergeben. Wenn Gott, der Schöpfer aller Sprachen aber seine Buchstaben so überraschend offensichtlich ordnet, dann doch, um damit etwas von sich zu sagen. Rabbi Lewi war sich sicher: Gottes eigentliches Wesen ist die Treue. 

Heute Sonntag wird die Predigt aus der Evangelisch-methodistischen Kirche St. Gallen per Youtube ab 10.30 Uhr übertragen. Hier geht es zum Livestream: https://youtu.be/OnM_0ME6aeU
In den Gedanken über Offenbarung 1,8 geht es um die Frage, wie Gott den Raum und die Zeit eines Lebens bestimmt. Geschieht dies von A bis Z, oder eben mit dem griechischen Alphabet gesprochen, von Alpha bis Omega?

Samstag, 18. April 2020

Geradlinigkeit

Ein Gedanke
Kartoffelacker
"Geradlinigkeit" ist dann besonders hilfreich, wenn es drunter und drüber geht und niemand weiss, wohin die Reise geht. Dann braucht es Menschen, die vertrauensvoll leben.

Ein Bibelvers - Hebräer 11,8
"Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, und brach auf an einen Ort, den er als Erbe empfangen sollte; er brach auf, ohne zu wissen, wohin er kommen würde."

Eine Anregung
Ich schlage vor, den Samstag zu einem Spieltag zu machen. Zum Beispiel so: Eine Geschichte wird erzählt in der bei einem bestimmten Wort die Andern im Haushalt sich in die Mitte auf die vorher hingelegten Süßigkeiten stürzen. Mehr einfache Spiele unter http://spiele.j-crew.de/wiki/Einfache_Spiele

Am Sonntag um 11 Uhr gibt es wieder eine Livestream-Meditation von Jörg Niederer unter https://www.youtube.com/watch?v=h-pck1ZJooY

Montag, 5. Februar 2018

Wie ein Baum: stark und fest

Baum im Botanischen Garten St. GallenIch mag Bäume. Gerade in diesem winterlichen Stürmen beeindruckt mich so mancher Baum mit seiner Standfestigkeit. Fest verwurzelt steht er in seinem Grund. Die tief gefurchte Rinde hat so manche Blessur hartnäckig wieder überwachsen und schützt zuverlässig den starken Stamm.
Beim Bibellesen hat der Text von Maleachi 3,5 (selber lesen!) etwas in mir angestossen oder besser: zurechtgerückt. Wenn Gott richten - das heisst auch: neu ausrichten - will, sind dieser ernsten Mahnung sozusagen auf der "Rückseite" positive Werte abzugewinnen: Gott ehren bedeutet, auf verdeckte Beeinflussung zu verzichten, Treue und Verlässlichkeit zu leben in den Beziehungen, ein ehrliches Wort zu führen, anderen angemessenen Lohn zu gönnen sowie den Fremden die gleichen Rechte zu gewähren, die ich mir auch wünsche.
Wie ist eine solche Lebenseinstellung in der heutigen Zeit überhaupt möglich? Wie ist sie durchzuhalten? Das "Zauberwort" ist Treue. Gott hat es vorgemacht. Mit Zuneigung, mit Gunst trotz all dem, was wir Erdenbürger so anstellen. Auf dieser Grundlage leben wir. Treue ist eng verwandt mit Trost und (sich) trauen - und meint ursprünglich: stark und fest wie ein Baum. - Brauchen wir innere Festigkeit als Voraussetzung für soziale Gerechtigkeit?

Erschienen in "Kirche und Welt", 2/2018