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Donnerstag, 8. April 2021

Segensspuren und Gottvertrauen

Ein Gedanke

Emmanuel und Samuel Sinnadurai an einem 80. Geburtstag im Jahr 2008
Foto © Jörg Niederer
"Niemandem wird etwas weggenommen, weil Flüchtlingen geholfen wird." Volker Kauder, deutscher CDU-Politiker

Ein Bibelvers - Philipper 4,4+5

"Freut euch immerzu, weil ihr zum Herrn gehört. Ich sage es noch einmal: Freut euch! Alle Menschen sollen merken, wie gütig ihr seid. Der Herr ist nahe!"

Eine Anregung

Für meine Eltern und mich wurde Emmanuel, Ruth, Samuel und Tabita Sinnadurai bald schon Verwandtschaft. Und so waren die vier auch beim Ausflug anlässlich des 80. Geburtstags meines Vaters im Jahr 2008 mit dabei. Damals lebten sie schon länger zur Miete im Haus meiner Eltern in Olten, die ihrerseits ins Altersheim gezogen waren. Die Geschichte von Emmanuel und seinem Engagement für die Tamilen in Olten ist mir bestens bekannt. Ich erlebte mit, wie die Heirat mit Ruth arrangiert wurde. Und wenn mich meine Erinnerung nicht im Stich lässt, habe ich in den vier Jahren, als ich in Olten Pfarrer war, auch Samuel getauft. Auf Emmanuel und Ruth konnte man sich immer verlassen. Und was aktuell Philipp Hadorn in einer Würdigung der Familie Sinnadurai schreibt, kann ich voll und ganz unterstreichen. Ihre Segensspuren sind in Olten überall zu finden. Alles Gute in Kanada, und danke für alles, was ihr Gutes in unserem Leben und in der Methodistenkirche getan habt.

Hier geht es zur Würdigung: https://emk-schweiz.ch/2021/04/07/eine-wertvolle-lektion-gelebter-naechstenliebe/

Jörg Niederer ist Mitglied im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika

Samstag, 6. Juni 2020

Steine aufrichten - von Land Art und Gebeten aus Granit

Ein Gedanke
Granitskulptur von Bildhauer Paul Agustoni auf dem Areal des Säli-Schulhauses in Olten
Gestern war ich wieder einmal in Olten, und weil ich Zeit hatte, besuchte ich dort mein Elternhaus und die Primarschule, in der ich drei mehr oder weniger glückliche Jahre verbrachte. Da kommen nostalgische Gefühle auf, aber auch Dankbarkeit für verschiedenste Menschen auf meinem Weg. Über die Installation der vom Aargauer Bildhauer Paul Agustoni geschaffenen Granitskulptur auf dem Areal des Säli-Schulhauses (Foto) mussten wir in der Primarschule eine Reportage schreiben.

Ein Bibelvers - 1. Mose 28,18-22
"Am andern Morgen früh nahm Jakob den Stein, den er unter seinen Kopf gelegt hatte, richtete ihn als Mazzebe auf und goss Öl darauf. Und er nannte jenen Ort Bet-El; früher aber hiess die Stadt Lus. Dann tat Jakob ein Gelübde und sprach: Wenn Gott mit mir ist und mich auf diesem Weg, den ich jetzt gehe, behütet, wenn er mir Brot zu essen und Kleider anzuziehen gibt und wenn ich wohlbehalten in das Haus meines Vaters zurückkehre, so soll der HERR mein Gott sein. Und dieser Stein, den ich als Mazzebe aufgerichtet habe, soll ein Gotteshaus werden, und alles, was du mir geben wirst, will ich dir getreulich verzehnten."

Eine Anregung
Einen Stein aufrichten, als Erinnerung an eine bedeutende Begebenheit, das haben schon viele getan. Mit Steinen kann man sich ausdrücken. Landschaftskunst. Eine Form von Gebet. Hast du schon einmal ein Steintürmchen gebaut? Hier gibt es Anregungen, was alles möglich ist mit "Land Art": https://www.srf.ch/play/tv/kulturplatz/video/land-art-ist-kunst-fuer-alle-sinne?id=0283bc92-e208-4629-8f17-994c131f7d4c
Nebenbei: Sympathische finde ich die Küchentopffrisur des Künstlers Paul Agustoni: https://www.kunstbreite.ch/Kuenstlerwerdegaenge_aargau_Agustoni_Paul.htm

In der Live-Videomeditation von morgen Sonntag ab 11 Uhr geht es um Rassismus und Gewalt, und wie wir Christen darauf reagieren können und sollen. Finden wir den Weg zu einem friedlichen Miteinander? Siehe https://youtu.be/PEyeu_1hjMM