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Sonntag, 31. Mai 2020

Die Briefmetapher und die göttliche Geistkraft

Ein Gedanke
Briefkasten in Wetzikon
Aus der Pfingstbotschaft von Bischof Patrick Streiff: "Das erste Pfingstfest war ein Kommunikationsfest. Unterschiede von Herkunft, persönlicher Vorgeschichte, religiöser Erwartung, Kultur und Sprache wurden überwunden. Unterschiedlichste Menschen verstanden sich und bildeten eine neue Gemeinschaft. Was sie über alle Unterschiede hinweg verband: dass sie ihr Leben ganz dem gekreuzigten und auferstandenen Jesus anvertrauten... 
Auch wir Methodisten streiten uns über manches. Wir sind nicht die ideale Kirche, die wir gerne wären. Dennoch rufe ich euch bewusst zu: Ihr seid ein Brief Christi!"

Ein Bibelvers - 2. Korinther 3,3
"Ihr seid erkennbar als ein Brief Christi, von uns verfasst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf Tafeln aus Stein, sondern auf andere Tafeln: in Herzen aus Fleisch."

Eine Anregung
Höre dir die ganze Pfingstbotschaft von Bischof Patrick Streiff an unter https://youtu.be/rrVCu82fOro oder liess sie auf https://www.emk.at/blog/bischofsbotschaft-zu-pfingsten

In der Live-Videomeditation von heute Pfingsten ab 11 Uhr geht es um das souveräne Wirken von Gottes Geistkraft. Alles kommt durch sie in Bewegung. Siehe: https://youtu.be/i828cIqIdpI


Mittwoch, 1. Januar 2020

Konflikt braucht Auseinandersetzung

KonfliktWie unbequem es auch sein mag: Wir geraten – auch in christlichen Gemeinden – in Konflikte mit anderen Menschen. Solche Konflikte betreffen nicht nur bestimmte Parteien und Personen. Die ganze Gemeinschaft ist betroffen und spielt eine Rolle.

Wenn wir aber bei den Problemen stehenbleiben, verpassen wir die Gelegenheit der nützlichen Auseinandersetzung. Denn Konflikte sind wie Finger, die auf etwas zeigen, das Aufmerksamkeit und Auseinandersetzung braucht.

Menschen, die von Konflikten hören und über sie weiterreden, werden Zeugen der Unversöhntheit. Verstehen sie jedoch, wie hinter der erzählten Unversöhntheit ein Wunsch nach Versöhnung und Veränderung steht, könnten sie Zeugen der Versöhnung werden.

Mehr als Menschen, die über Gottes Versöhnung reden, wünsche ich mir deshalb Menschen in unserer Kirche, die ihr Vertrauen auf Gottes Versöhnung setzen. Das tun sie, wenn sie fest damit rechnen, dass Jesus Christus in für uns unvorhergesehener Weise versöhnt. Diese Zeugen der Versöhnung helfen dann den Menschen, die im Konflikt miteinander stehen, sich der Situation zu stellen. «Versöhnung als Kampfsport!» Auch dafür sind Regeln wichtig.

Vielleicht können wir, wenn es wieder «kracht», statt wegzuschauen, lieber genau hinschauen, wie Gott sich in den Blitzen und Einschlägen zeigt.

Ein Beitrag für "Kirche und Welt", 1/2020