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Montag, 19. Oktober 2020

Mit Höllenbildern auf Schlimmes vorbereiten

Ein Gedanke

Höhlenartige Auswaschung bei Sonnental SG
Foto © Jörg Niederer
"Resiliente Menschen vertrauen darauf, Krisen aus eigener Kraft meistern zu können. Schmerz und traumatische Erlebnisse lähmen sie nicht." Stefanie Walter im ref.ch-Beitrag: "Verletzlich, aber unbesiegbar." https://www.ref.ch/news/verletzlich-aber-unbesiegbar/

Ein Bibelvers - 2. Timotheus 3,12

"Es ist wahr: Alle, die in Christus Jesus ein frommes Leben führen wollen, werden Verfolgungen erleiden..."

Eine Anregung

Wie wird man widerstandsfähig gegen Schicksalsschläge? Ein Beitrag von ref.ch zu Resilienz zitiert den katholischen Münchner Theologen Martin Schneider: "'Wir haben bei den Propheten und in der Apokalypse eine starke religiöse Tradition, auf Gefahren hinzuweisen'. Die biblische Offenbarung des Johannes beschreibt in schrecklichen Bildern eine endzeitliche Katastrophe. Sie rüttelt die Menschen auf und warnt sie mit drastischen Worten, damit sie neue Wege gehen. 'Die Apokalypse schildert den Weltuntergang, um zur Umkehr zu bewegen. Dahinter steht: Eine andere Welt ist möglich.'".

Waren und sind also diese beängstigenden Höllenpredigten des Mittelalters und der Gegenwart gar nicht so schlecht, solange sie einen umsetzbaren Ausweg ermöglichen? Das Mittelalter kannte den Ablass, die katholische Kirche die Messen für Verstorbene. Wie würden heutige Auswege aus der Hölle aussehen? Sollten wir wieder Schreckensbilder predigen, um die Menschen auf Schreckliches vorzubereiten? Das wäre eine psychologische oder theologische "Politik der Schreckensabhärtung".

Es gibt auch andere Mittel, den Widrigkeiten des Lebens zu trotzen. Der ref.ch-Beitrag nennt diese vier Wege:

- Sich den eigenen Ängsten stellen

- Sport treiben: SportlerInnen können schneller Stresshormone abbauen.

- Positive soziale Kontakte: Zwei gute, vertrauenswürdige Freundinnen oder Freunde, die uns beistehen.

- Sich in Beispielgeschichten wiederfinden, etwa der Bibel. Genannt wird unter anderem das Buch Hiob.

Jörg Niederer ist Mitglied  im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich-Nordafrika

Donnerstag, 2. Juli 2020

Wenn der Kaffee die Hölle zum Mitnehmen ist

Ein Gedanke
Mokkafino - hell to go
An der Humboldstrasse 22, im bayrischen, mit der Postleitzahl 95119 versehenen Ort "Hölle" gibt es das liebevoll hergerichtete "Cafe Alte Liebe". Genau das hätte ich jetzt an einem so düster benannten Ort nicht erwartet.

Ein Bibelvers - 1 Petrus 3,19+20
"So ist Christus auch zu den Geistern im Gefängnis hinabgefahren und hat ihnen die Botschaft verkündigt, ihnen, die einst nicht hören wollten, als Gott in seiner Geduld zuwartete in den Tagen, da Noah die Arche baute; in ihr wurden ein paar wenige, nämlich acht Seelen, gerettet durch das Wasser hindurch."

Eine Anregung
"Mokkafino hell to go" steht da auf zwei Zeilen. "Hell to go" - das heisst wohl auf Deutsch: "Hölle zum Mitnehmen". Ob der Mokkafino wirklich so jämmerlich schmeckt?
Was auf dem Foto nicht zu sehen ist; es gibt in diesem Café nebst dem hellen Mokkafino auch einen "Mokkafino dunkel".
Kennen deine Kinder noch das Spiel "Himmel und Hölle". Hier gibt es die Anleitung dazu: https://www.hellofamily.ch/de/freizeit/spielen/kinderspiele-fuer-draussen/himmel-und-hoelle.html