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Montag, 30. April 2012

Ein-Wurf von Heiner Studer

Als Christen sind wir verantwortlich gegenüber Gott und gleichzeitig für die Gemeinschaft, in die wir gestellt sind. Im Sinne der Bibel bedeutet Menschenwürde, dass jeder einzelne Mensch einen unendlich grossen Wert hat. Die Begründung der Menschenwürde liegt nicht in uns Menschen selber oder in unseren unterschiedlichen Fähigkeiten, sondern sie ist begründet in dem, was uns von Gott – unabhängig von Nationalität, Rasse, Geschlecht, Gesundheitszustand – gegeben wurde.
 
Theodor Schober, Pfarrer und langjähriger Präsident der Diakonie in Deutschland, drückte es so aus: "Ich bin ein Geschöpf Gottes, und zwar ein geratenes, kein missglücktes. Bei Gott gibt es keine Ausschussware. Gott hat jedes Menschenleben einmalig als Kunstwerk geschaffen". Gott ruft uns alle in die Nachfolge und daraus folgend in den Dienst. Deshalb gilt meine Priorität den Ärmsten dieser Welt. Alle Menschen sollten spüren dürfen, dass sie ernst genommen und geliebt sind. Alle sollten zudem Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, Bildung und was sonst zu den vordringlichen Bedürfnissen gehört, haben.



Erschienen in "Kirche und Welt", 3/2012
Heiner Studer ist Mitglied im Ausschuss Kirche und Gesellschaft der EMK Schweiz-Frankreich

Donnerstag, 5. April 2012

Ostermarsch 2012 - Rohstoffe zum Leben

«Stopp der wirtschaftlichen Gewalt – Rohstoffe zum Leben»: Unter diesem Thema findet am Ostermontag, 9. April, der traditionelle Ostermarsch statt. Auftakt um 13 Uhr im Eichholz an der Aare (Tram 9 bis Endstation Wabern), Schlusskundgebung um 14.30 Uhr auf dem Berner Münsterplatz.
Ob Gold in Peru, Kupfer im Kongo oder Uran in Russland: Wo Rohstoffe abgebaut werden, regiert oft nackte Gewalt. Die Natur wird ausgebeutet, Menschen werden unterdrückt, Familien vertrieben.
Der Ostermarsch, der dieses Jahr bereits zum zehnten Mal durchgeführt und unter anderem von der reformierten, der römisch-katholischen, der Evangelisch-methodistischen Kirche sowie den Mennoniten (Alttäufer) getragen wird, will ein Zeichen setzen gegen wirtschaftliche Gewalt, Rohstoffverschleuderung und Wachstumszwang. Und er fordert von den Konzernen mit Sitz in der Schweiz die Einhaltung der Menschenrechte. Weltweit.

www.ostermarschbern.ch, www.rechtohnegrenzen.ch

Montag, 6. Februar 2012

Ein-Wurf von Markus Da Rugna

„Konkret bedeutet dies, dass die gesellschaftlichen Fragen der Einwohner Landwassers zugleich immer Fragen der Gemeinde sein müssen.“

Der Satz kommt aus dem Selbstverständnis einer Kirchgemeinde. Landwasser ist ein Quartier in Freiburg i.B. Ein wunderbarer Satz für unsere Gemeindeprofile und Leitbilder, oder? Ganz schön herausfordernd für unser Selbstverständnis als EMK-Gemeinden.

Von Connexio kennen wir den jährlichen Wettbewerb, Gemeinde-Projekte mit missionarisch-diakonischem Charakter zu unterstützen. Eine gute Sache.

Der Eingangssatz geht noch weiter. Demgemäss geht es nicht nur um ein Gemeinde-Projekt, sondern darum, was wir als Gemeinde sind und leben. Unsere unmittelbare Kapellen-Umgebung bestimmt dann sogar unser Gemeindeleben. Dann gibt es keinen Graben zwischen „Gemeindeleben hier und Aussenwelt dort“. Wir müssten dann zu den Menschen gehen und sie fragen, was ihre Bedürfnisse, Sorgen und Freuden sind. Und darauf dann reagieren mit unserem Gemeindeprogramm. Ein völliger neuer und anderer „Approach“ zum Thema „Gemeinde“. Wer probierts?

Erschienen in "Kirche & Welt", 2/2012

Montag, 23. Januar 2012

Kampagne: Recht ohne Grenzen


Was passiert, wenn skrupellose Konzerne an die Leine genommen werden? Lorenz Keiser hat für die von der "Erklärung von Bern" unterstützten Kampagne „Recht ohne Grenzen“ einen Test gemacht. Die Folgen sind spektakulär!
Es geht darum, den Bundesrat und Parlament aufzufordern, dafür zu sorgen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz die Menschenrechte und die Umwelt weltweit respektieren müssen.
Unterzeichnen Sie die Petition...!


Die Evangelisch-methodistische Kirche hat bereits vor 103 Jahren erstmals ein Soziales Bekenntnis formuliert, in dem die Rechte der Arbeiter im Zentrum standen. Die weltweit tätige Kirche äussert sich heute zu sozialen Themen durch einen Text, der alle vier Jahre von der Generalkonferenz überarbeitet wird, den Sozialen Grundsätzen. Umwelt- und Menschenrechtsfragen sind in diesen Text massgeblich.

Dienstag, 10. Januar 2012

Public Eye Award macht Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung sichtbar


Noch bis zum 26. Januar findet die Online-Wahl zwischen sechs nominierte international tätige Unternehmen statt, welche sich besonders hervorgetan haben bei Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung.

Der Public Eye Award wird im Zusammenhang mit dem World Economic Forum (WEF) Ende Januar 2012 durch die Erklärung von Bern und Greenpeace vergeben. Prominenter Sprecher an der Verleihung wird der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Joseph E. Stiglitz sein. In diesem Jahr nominiert sind Barclays (GB), Freeport McMoRan (USA), Samsung (KOR), Tepco (J), Vale (BRA) und Syngenta (CH).

Abgestimmt werden kann unter http://www.publiceye.ch.

Die Evangelisch-methodistische Kirche hat bereits vor 103 Jahren erstmals ein Soziales Bekenntnis formuliert, in dem die Rechte der Arbeiter im Zentrum standen. Die weltweit tätige Kirche äussert sich heute zu sozialen Themen durch einen Text, der alle vier Jahre von der Generalkonferenz überarbeitet wird, den Sozialen Grundsätzen. Umwelt- und Menschenrechtsfragen sind in diesen Text massgeblich.

In einem zu den Sozialen Grundsätze gehörenden Wechselgebet aus dem Jahr 2008 heisst es:

„Dies ist der Tag:
Gott sorgt sich um die Bewahrung der Schöpfung,
will Heilung und Heil allen Lebens
und weint über die Ausbeutung der Erde.
Und wir mit Gott.
...

Dies ist der Tag:
Gott schreit mit den Massen verhungernder Menschen,
verabscheut die wachsende Kluft zwischen reich und arm
und fordert Gerechtigkeit in Arbeit und Handel.
...“