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Sonntag, 26. April 2020

Beten unter der Dusche

Ein Gedanke
Aussicht vom Stäälibuck-TurmEine Erkenntnis aus meiner heutigen Predigt: "Wann immer Christen versuchten, das Unkraut in ihrer Mitte auszureissen, rissen sie die Botschaft und Liebe Christi mit aus."

Ein Bibelvers - Psalm 103,8-11
"Barmherzig und gnädig ist der HERR, langmütig und reich an Güte. Nicht für immer klagt er an, und nicht ewig verharrt er im Zorn. Nicht nach unseren Sünden handelt er an uns, und er vergilt uns nicht nach unserer Schuld. So hoch der Himmel über der Erde, so mächtig ist seine Gnade über denen, die ihn fürchten."

Eine Anregung
Diese Zeit lädt ein zum Gebet. Doch vielleicht findest du einfach nicht den passenden Moment zum Beten. Wie wäre es, wenn du beim täglichen Duschen mit Gott sprichst. Nackt wie Adam und Eva sind wir vielleicht noch weniger versucht, Gott etwas vorzumachen. Und das reinigende Wasser kann man als Gleichnis für Gottes Gnade und Liebe verstehen.

Heute Sonntag ab 11 Uhr seid ihr zu einer geistlichen Zeit eingeladen unter https://www.youtube.com/watch?v=DmPHiM0QLhQ

Als Kollekte empfehle ich, unsere methodistischen Hotels zu unterstützen. Du könntest einen Gutschein für Übernachtungen kaufen und weiterverschenken. Siehe https://emk-schweiz.ch/2020/04/24/swiss-methodist-hotels-in-der-coronakrise/

Donnerstag, 1. November 2018

In «seinem» Namen

Gebeine von Kriegsgefallenen in einem Ossarium in IltalienVor gut 400 Jahren begann der 30-jährige Krieg.

So wie der Krieg selbst ein riesiges Durcheinander war, so waren auch die Ursachen vielfältig. Es ging um Macht, um Einfluss, um Politik – und um Religion. Bilder von Galgenbäumen und Zeugnisse von Überlebenden mahnen uns zur Erinnerung. Was aber sollen wir zu all dem sagen mit 400 Jahren Abstand?

Manchmal findet man in der säkularen Welt die passendsten Antworten. Ich erinnere mich verschwommen an eine Folge der gelben Comicfamilie «die Simpsons». Gegen Ende dieser Folge tritt der junge Bart sehr pathetisch für Gnade, Barmherzigkeit und Versöhnung ein. Happyend, möchte man meinen!

Doch dann macht die Sendung einen Zeitsprung von einigen hundert Jahren in die Zukunft und zeigt zwei Heere, die sich gegenüber stehen. Beide tragen sie die Symbole des Bart, also seine Stachelfrisur. Die einen schreien: «Er hat uns Gnade gelehrt.» Die anderen schreien: «Nein, er hat uns Barmherzigkeit gebracht.» Und so gehen sie aufeinander los …
Für einen Krieg wird der Mensch wohl immer wieder einen Grund finden – sei es Macht, Einfluss, Politik oder Religion. Schade eigentlich.
Erschienen in "Kirche und Welt", 11/2018