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Mittwoch, 10. August 2016

"Geliehen ist der Stern, auf dem wir leben" - Eine Stellungnahme zur Initiative "Grüne Wirtschaft"

(c) 2016 - Jörg Niederer - Durch Unwetter unterspühlte Strasse bei Schindellegi
Ausschuss "Kirche und Gesellschaft", André Töngi

Eindrücklich zeigt die Schöpfungsgeschichte im ersten Kapitel der Bibel die Liebe Gottes zu uns Menschen, aber auch zu unserer Mitwelt. Immer wieder wird der Text unterbrochen durch ein "und Gott sah, dass es gut war". Als Gott sein Werk vollendet hat, findet er das Ganze sogar sehr gut.

Gott liebt uns so sehr, dass er uns die Verantwortung über die Schöpfung übertragen hat. Leider hat der Mensch dieses "macht euch die Erde untertan" völlig missverstanden. Vor allem der Westen lebt über seine Verhältnisse auf Kosten anderer. Wenn alle Menschen auf der Welt den gleichen Lebensstil wie die Schweizer Bevölkerung hätten, bräuchte es drei Planeten, um alle Bedürfnisse zu befriedigen. Die  vielen Naturkatastrophen  in den letzten Jahren sind ein Zeichen, dass die Welt  aus den Fugen gerät. Wir sind aufgefordert, sie wieder ins Lot zu bringen. 

Am 25. September stimmt das Schweizer Volk über die Initiative für eine nachhaltige und ressourceneffiziente Wirtschaft (Grüne Wirtschaft) ab. Verlangt wird, dass der ökologische Fussabdruck bis zum Jahre 2050 auf eine Erde reduziert wird. Erreicht werden soll dieses ehrgeizige Ziel über eine Förderung der Forschung, Innovation und Vermarktung von wirtschaftlich nachhaltigen Projekten und Aktivitäten. Daneben sollen mit finanziellen Anreizen und Steuerungsmassnahmen nachhaltige Projekte gefördert werden. 

Der Ausschuss "Kirche und Gesellschaft" unterstützt diese Volksinitiative. In den Sozialen Grundsätzen bekennt sich die EMK zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung: Die ganze Schöpfung gehört dem Herrn und wir sind für die Art und Weise verantwortlich, in der wir sie brauchen und missbrauchen. (Soziale Grundsätze 160. I. Die natürliche Welt)
Wir sind überzeugt, dass eine nachhaltige, grüne Wirtschaft neue Arbeitsplätze schafft. Es braucht Fabriken, die Solarpanels fabrizieren; Baufirmen erhalten für die Isolierung von alten Gebäuden viele neue Aufträge. Eine biologische Landwirtschaft schont die Natur. Bauern erhalten dafür ein existenzsicherndes Einkommen. Der Erfinderreichtum, der die Schweiz in den letzten Jahrhunderten auszeichnete, erhält neuen Auftrieb.

Nicht diese Initiative schränkt unseren Alltag ein, wie von den Gegnern behauptet wird. Es sind die durch Menschen verursachten Naturkatastrophen, die ganze Dörfer verwüsten und unermessliches Leid verursachen und immense wirtschaftliche Schäden verursachen.


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