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Donnerstag, 1. Juni 2017

"Me mues halt rede metenand"

Sprechen miteinander
Ich halte immer wieder Andachten an Sitzungen und Bezirksversammlungen. Diese werden oft zusammenfassend in Protokollen festgehalten. Wenn ich dann nachträglich lese, was aus dem von mir Gesagten herausgehört wurden, wundere ich mich. Oft decken sich diese protokollierten Inhalte nur teilweise mit dem von mir Gemeinten. Und ich frage mich, ob ich wirklich so missverständlich spreche. Ist es nicht fast schon ein Wunder, wenn Aussagen so ankommen, wie sie gemeint sind?
Als Kind haben wir mit dieser Erfahrung gespielt, indem wir Botschaften einander von Person zu Person ins Ohr flüsterten. Kurios, was da am Schluss einer solchen Flüsterkette von der ursprünglichen Botschaft übriggeblieben ist.
Nur im direkten Hin-und-her-Austausch kann man sich sicher werden, dass alle vom Geleichen reden und das Selbe verstehen. Bei Monologen spricht man zu sehr aneinander vorbei. Der Austausch, das Konferieren hilft, eine Sache gemeinsam zu klären. Es ist eben so: "Me mues halt rede metenand". Gerade, wenn es um schwierige Themen geht, und man sowieso das Heu nicht auf derselben Bühne hat, ist das direkte Gespräch besonders wichtig.

Ein Beitrag für "Kirche und Welt", 6/2017

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